Leben mit Fingeramputation

Unsere Hände vereinen sowohl sensorische, motorische als auch soziale Funktionen. Sie sind permanent sichtbar – und wirken wie eine Visitenkarte für den ersten Eindruck: Sind die Hände sauber? Sind die Fingernägel gepflegt? Bei der Begrüßung reichen wir uns oft die Hand. Ein erfolgreicher Vertragsabschluss wird mit Handschlag besiegelt. Wie gehe ich als Betroffener in solchen Situationen mit meiner Amputation um?

Heute können amputierte Glieder durch eine Hand- und Fingerprothese ersetzt werden. Die Prothesen sind aus Silikon gefertigt und sehen täuschend echt aus. Im Alltag wird eine Silikon Hand- bzw. Fingerprothese anfangs oft gar nicht wahrgenommen.


Ursachen für die Amputation

Warum kommt es zu einer Finger- bzw. Handamputation?

Mediziner versuchen immer, Finger- bzw. Handamputationen zu vermeiden. Dank des chirurgischen Fortschritts ist es zunehmend möglich, Finger und Hände weitgehend mit ihren Funktionen zu erhalten. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen kann es dennoch notwendig werden, Amputationen durchzuführen, um Ihre Gesundheit nachhaltig zu erhalten.

Die häufigste Ursache für Fingeramputationen sind Unfälle (Traumata). Zu Unfällen kann es sowohl im Berufsalltag als auch in der Freizeit kommen, beispielsweise beim Handwerken oder beim Sport. Unfälle als Ursache für Amputationen können in allen Altersgruppen auftreten. Eine weitere Ursache sind angeborenen Fehlbildungen (Dysmelie) ebenfalls möglich. Die Fehlbildungen können sowohl durch einen Gen-Defekt als auch durch äußere Faktoren wie Infektionen oder als Nebenwirkung von Medikamenten (z. B. der Contergan-Substanz Thalidomid) auftreten.

Replantation – nicht immer möglich

In manchen Fällen lassen sich abgetrennte Finger bzw. Hände wieder annähen (Replantation). Eine Replantation ist stets eine schwierige Operation. Besonders im Handbereich steht der Chirurg hier vor einer hochkomplexen Aufgabe. Voraussetzung für die Replantation ist, dass das abgetrennte Körperteil in einem möglichst unveränderten Zustand beim Chirurgen ankommt.

Dazu sollte die abgetrennte Gliedmaße vor Feuchtigkeit geschützt werden. Packen Sie sie dazu

1. trocken in sterile Kompressen

2. dann in eine wasserdicht verschließbare Plastiktüte

Um die Gliedmaße während des Transports zu kühlen, sollte die geschlossene Tüte mit der Gliedmaße in eine Mischung aus Wasser und Eis gelegt werden. Das Körperteil darf nicht direkt mit Wasser oder Eis in Kontakt kommen.


Was für Amputationen gibt es?

Mit unseren Händen können wir vielseitige und komplexe Bewegungen ausführen, wodurch sich täglich zahlreiche Einsatzbereiche für Finger und Hände ergeben.

Ihr Chirurg wird alles daran setzen, möglichst viel von Ihrer Hand zu erhalten. Hand- und Fingeramputationen werden auf unterschiedlichen Levels, den sogenannten Amputationshöhen, durchgeführt.

Entscheidend für die Höhe der Amputation ist das Ausmaß der Verletzung. Sobald die gesamte Hand bis zum Handgelenk amputiert werden muss, spricht man von einer Handamputation. Wenn ein oder mehrere Finger abgenommen werden müssen, spricht man von einer Fingeramputation. Alle Eingriffe zwischen der Finger- und Handamputation werden als Teilhandamputation bezeichnet.


Die neue Hand

In der modernen Orthopädietechnik gibt es Möglichkeiten, die betroffene Hand nach einer Amputation mit einer Hand-, Teilhand- oder Fingerprothese zu versorgen.

Wie Ihre Hand- bzw. Fingerprothese gestaltet wird, hängt von der Amputationshöhe ab: Beträgt die Stumpflänge nach der Fingeramputation noch 2 cm, ist in der Regel eine Versorgung mit einer Silikon-Fingerprothese möglich. Ist der Stumpf kürzer oder fehlt ein Teil der Hand, kommt eine Teilhandprothese aus Silikon zum Einsatz.

Die Anzahl der amputierten Finger hat übrigens keinen Einfluss auf die Entscheidung, ob die prothetische Versorgung mit Fingerprothesen oder einer Teilhandprothese erfolgt.

Welche Funktionen Ihrer Hand mit einer Prothese wieder möglich sind – und wie Ihre Hand nach einer Amputation aussehen wird – lässt sich nicht allgemein sagen. Jede Stumpfsituation ist individuell sehr unterschiedlich. Fragen dazu klären sich bei einer individuellen Beratung und in der Testphase der Prothesenversorgung.

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Was geschieht nach der Amputation?

Direkt nach der Amputation beginnt die weitere Behandlung. Die Wunde muss heilen und der Stumpf in Form gebracht werden.

Die postoperative Versorgung des Stumpfes wird vom Fachpersonal durch regelmäßige Verbandswechsel der Kompressionsverbände begleitet. Ziel ist es, das an der Wunde angesammelte Blut und die angestaute Gewebeflüssigkeit schneller abzubauen, um das Stumpfvolumen zu reduzieren. Um den Stumpf außerdem so weit wie möglich zu komprimieren, wird mit Kompressionsverbänden gezielt ein leichter Druck erzeugt. Wenn der Stumpf im Anschluss mit einer Silikon-Prothese versorgt werden soll, empfiehlt sich schon hier die Verwendung von Kompressionshilfsmitteln aus Silikon.

Wie viel Zeit Sie am Ende brauchen werden, bis die Wunde geheilt ist, kann nicht vorhergesagt werden. Der Zeitraum der Wundheilung variiert stark und wird auch durch Faktoren wie Begleiterkrankungen (etwa Diabetes) oder Nikotinkonsum beeinflusst.


Leben mit der Amputation

Nehmen Sie sich Zeit sich in Ihrer neuen Situation zurechtzufinden. Die Amputation eines Fingers ist zwar eine verhältnismäßig kleine Amputation, aber dennoch ein operativer Eingriff. Eine Amputation beeinflusst sowohl die Funktionalität als auch das Aussehen Ihrer Hand. Anfänglich wird die Situation für Sie ungewöhnlich sein: Sie müssen lernen was Sie nach der Amputation noch machen können und welche Funktionen nicht mehr vorhanden sind. Für viele Betroffene sind die anfänglichen Auswirkungen der Amputation sehr groß.

Der Verlust eines Fingers oder Teilen der Hand beeinflusst manchmal das Verhalten in der Öffentlichkeit. Manch Betroffener möchte seine Hand vor anderen Menschen verstecken. In seltenen Fällen fällt es Patienten schwer Ihre eigene Hand nach einer Amputation zu akzeptieren. In diesem Fall sollte der Betroffene Hilfe annehmen und neben den ergotherapeutischen Maßnahmen auch an einer post-amputativen Therapie teilnehmen.

Wichtig ist: Sie ganz alleine entscheiden, wie Sie mit Ihrer Amputation weiter umgehen.

Die Versorgung mit einer Prothese kann eine Option für Sie sein nach der Amputation den Weg in Ihr vertrautes Leben wieder aufzunehmen.

Leben mit einer Prothese

Dank des Einsatzes moderner Materialien und Techniken können die verlorenen Finger bzw. Handbereiche mit einer Finger- bzw. Teilhandprothese ersetzt werden. Die Entscheidung, ob Sie eine Prothese tragen wollen oder nicht, liegt ganz bei Ihnen.

Wenn Sie die nachfolgenden Fragen mit „Ja“ beantworten können, sollte es möglich sein, Sie mit einer Prothese zu versorgen. Dieser „Schnell-Check“ ersetzt allerdings nicht das persönliche Beratungsgespräch mit einem Orthopädie-Techniker:

  • Ist Ihr Stumpf verheilt?
  • Ist Ihr Stumpf-Volumen stabil?

Auch bei knöchernen Stümpfen oder Stümpfen mit sensiblen Hautarealen ist der Einsatz einer Prothese in der Regel möglich. Manchmal ist die prothetische Versorgung dann sogar empfehlenswert: Die Prothese schirmt den empfindlichen Stumpf sicher vor direkten Berührungen ab und der Schaft wird auf die besonderen Verhältnisse individuell angepasst. Bitte beachten Sie, dass eine Prothese ein Hilfsmittel für Sie ist, aber die komplexen Funktionen der Hand können damit nicht komplett ersetzt werden. Auf gewisse Einschränkungen müssen Sie sich auch mit einer Prothesenversorgung einstellen.


Was kann ich alles mit einer Hand- bzw. Fingerprothese tun?

Die Prothese unterstützt Sie dabei, Ihre mit der Amputation verloren gegangenen Fähigkeiten möglichst weitgehend wiederzuerlangen. Sie können wieder passiv halten und greifen: Sie können dank Ihrer Prothese auch zu den noch vorhandenen Fingern oder dem Daumen gegenhalten. So werden einseitige Belastungen vermieden und ausgewogene Bewegungsabläufe ermöglicht. Mit der Wiederherstellung Ihrer gesamten Handfläche vergrößert sich auch der Einsatzbereich Ihrer amputierten Hand.

Der Rückgewinn dieser Funktionen gibt Ihnen Sicherheit und Selbstständigkeit zurück. Dazu kommt der ästhetische Gewinn: Durch das natürliche Erscheinungsbild der Prothese profitieren Sie im sozialen Alltag von einer ganz selbstverständlichen Integration – jeden Tag aufs Neue.

Was Ihre Fingerprothese im Detail alles leisten kann, hängt vor allem von den Funktionsmöglichkeiten des verbliebenen Handstumpfes ab. Denn die Steuerung der Silikon-Prothese erfolgt über Ihren Stumpf. Durch die individuelle Anfertigung des Schafts wird ein fester Halt gewährleistet, der präzise Bewegungen ermöglicht.


Welche Vorteile bietet eine Finger-/ Teilhandprothese aus Silikon?

Ihre Silikon-Prothese erfüllt viele technische und soziale Funktionen. Auf den Punkt gebracht bietet eine Silikon-Prothese:

  • Sichere Fixierung
  • Hohen Tragekomfort
  • Dünne Schaftränder
  • Gute Hautverträglichkeit
  • Anatomisch korrekte Form
  • Ästhetische Gestaltung
  • Einfache Handhabung
  • Leichte Pflege

Die sichere Fixierung und der hohe Tragekomfort wird durch den Schaft der Prothese erzielt. Der Schaft ist das Bindeglied zwischen Ihrem Stumpf und der Prothese. Er wird individuell für Ihren Stumpf hergestellt. Über den Schaft wird mittels Vakuum eine feste, direkte Verbindung zwischen der Prothese und Ihrem Stumpf hergestellt. So haftet die Fingerprothese in jeder Position und bei jeder Greif-Bewegung sicher am Stumpf.

Gleichzeitig wird durch die Verwendung unterschiedlicher Materialhärten ein besonders hoher Tragekomfort für den individuell produzierten Schaft erzielt. Dies ist vor allem für Anwender mit schwierigen Stumpfbereichen von Vorteil – etwa dann, wenn die Haut am Stumpf besonders sensibel oder das Stumpfende knöchern ist.

Es klingt seltsam, aber alleine die Ästhetik ist bereits Funktion: Denn eine Hand, die Sie optisch akzeptieren, verstecken Sie nicht in der Hosentasche. Die täuschend echte Wiederherstellung der anatomisch korrekten Form und Farbe Ihrer Hand sorgt für einen ungezwungenen Umgang mit anderen Menschen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Integration in den gesellschaftlichen und beruflichen Alltag.

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Häufig gestellte Fragen zur Hand-/Fingerprothese

Wie bekomme ich eine Silikon-Prothese?

An der Verordnung einer Prothese sind Ihr behandelnder Arzt, Ihr frei ausgewählter Orthopädietechniker und der Kostenträger – in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften – beteiligt.

Sprechen Sie als erstes mit Ihrem behandelnden Arzt über die Möglichkeit einer Hand- oder Fingerprothese.

Bei Ihrem ersten Termin in dem von Ihnen gewählten Sanitätshaus informiert Sie Ihr Orthopädietechniker im Beratungsgespräch darüber, welche Versorgungsmöglichkeiten bei Ihnen in Frage kommen. Sie können Ihren Orthopädietechniker frei wählen.

Nachdem Ihre Entscheidung für eine Prothese getroffen ist, findet ein zweiter Termin im Sanitätshaus statt. Der Orthopädietechniker nimmt die Maße Ihrer Hände und fertigt Abdrücke sowie Fotografien an. Auf Grundlage dieser Daten wird dann eine Probe-Prothese gefertigt.

Kurz darauf erhalten Sie diese Probe-Prothese zum Tragen und Testen für 2–4 Wochen. Dabei ist es entscheidend, dass Sie vor allem die Fingerstellung in verschiedenen Situationen Ihres Alltags ausprobieren. Mit der Probe-Prothese wird auch die exakte Passform an Ihrem Stumpf geprüft, damit Sie langfristig von einem hohen Tragekomfort profitieren.

Basierend auf Ihren Erfahrungen mit der Probe-Prothese wird in Rücksprache mit Ihrem Orthopädietechniker dann die endgültige Prothese erstellt. Etwa 3 Wochen nach Ende der Probephase erhalten Sie Ihre endgültige Prothese.


Wie ziehe ich eine Hand-/Fingerprothese an und aus?

Die Handhabung Ihrer Hand- oder Fingerprothese ist kinderleicht. Das verwendete Silikon ist elastisch und dehnt sich beim Anziehen. Deshalb sind Reißverschlüsse oder andere Öffnungen nicht notwendig.

Zur Unterstützung beim Hineingleiten in den Schaft empfehlen wir Ihnen die Nutzung des Pro Komfort Gels. Bitte verwenden Sie dafür keine anderen Mittel ohne Rücksprache mit Ihrem Orthopädietechniker: Es besteht die Gefahr, dass die Inhaltsstoffe Ihre Haut oder Ihre Prothese schädigen.

Auch das Ausziehen der Hand- oder Fingerprothese funktioniert ganz leicht. Durch gezielte Bewegungen am Schaftrand führen Sie Luft ein und lösen so die Vakuumhaftung. Beim Ausziehen können Sie als Hilfsmittel ein kleines Stäbchen zur Lufteinfuhr benutzen. Weitere Hilfsmittel sind nicht erforderlich.

Wie pflege ich eine Silikon-Prothese?

Die Reinigung ist so leicht wie das tägliche Händewaschen: Am besten reinigen Sie Ihre Prothese nur mit lauwarmem Wasser und ph-neutraler Seife. Tun Sie dies nicht nur von außen, sondern auch von innen, um Schweißrückstände zu entfernen. Um Ihre Silikon-Prothese von hartnäckigem Schmutz und Fetten zu befreien, empfehlen wir Ihnen, die Prothese alle 6 Wochen für 15 Minuten in kochendes Leitungswasser zu legen.

Wichtig ist, dass Ihre Prothese nicht mit Lösungsmitteln oder anderen Chemikalien in Berührung kommt. Das gilt beim Tragen der Prothese genauso wie bei der Reinigung. Denn Lösungsmittel dringen nicht nur in das Silikon ein und zerstören es, sie werden beim Tragen auch an die Haut abgegeben. Auch der Kontakt von Cremes, z. B. Handcremes, und Parfüms mit der Prothese sollte vermieden werden.

Wenn Sie die (Acryl-)Nägel Ihrer Fingerprothese lackieren, stellen Sie bitte sicher, dass weder Nagellack noch Lösungsmittel auf die Silikon-Bereiche Ihrer Prothese gelangen. Das Silikon wird sonst beschädigt. Acryl-Nägel sind auch für Nail Design geeignet. Sie können mit einer Silikon-Prothese auch weiterhin Schmuck jeglicher Art tragen.


Wie wird eine Prothese erstattet?

Als gesetzlich Krankenversicherter brauchen Sie ein ärztlich ausgestelltes Rezept. Dieses Rezept kann Ihnen der Arzt vor oder nach Ihrem Beratungstermin beim Orthopädietechniker ausstellen.

Als privat Krankenversicherter richtet sich der Umfang der Erstattung individuell nach Ihren vertraglichen Vereinbarungen. Ist die Erstattung der Prothese im Leistungskatalog enthalten, brauchen Sie ebenfalls ein Rezept vom Arzt. Wenn Ihre Krankenkasse den Antrag auf Erstattung ablehnt, haben Sie die Möglichkeit den Rechtsweg zu bestreiten.

Selbstzahler können ihren ausgewählten Orthopädietechniker direkt und ohne Rezept kontaktieren.

Nach dem Beratungsgespräch kümmert sich Ihr Orthopädietechniker um die Kostenbeantragung der Prothese. Sobald der Kostenvoranschlag genehmigt ist, erhält Ihr behandelndes Sanitätshaus einen Bewilligungsbescheid. Wenn der Kostenvoranschlag abgelehnt wird, können Sie innerhalb von 4 Wochen kostenlos Widerspruch einlegen. Dieser Widerspruch kann zunächst allein zur Wahrung der Frist ohne Begründung eingelegt werden.


Wie pflege ich meinen Stumpf?

Die Eigenschaften des von uns eingesetzten Silikons wirken positiv auf Ihre Haut. Es ist atmungsaktiv, hautverträglich und hilft dabei, Hautirritationen zu vermeiden.

Sollten Sie an Ihrem Stumpf einen sehr empfindsamen Bereich haben, wie z.B. besonders dünne Haut oder eine Narben-Einziehung, werden diese Stellen durch die Prothese vor direkten Berührungen abgeschirmt. Das ist vor allem bei sensiblen Stumpfsituationen günstig, um Schmerzen und Folgeverletzungen zu vermeiden.

Bitte achten Sie auf Veränderungen an Ihrem Stumpf und kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihren Arzt. Sollten sich Ihre Narben verhärten oder an Flexibilität verlieren, nehmen Sie bitte ebenfalls Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Zur Stumpfpflege legen Sie Ihre Prothese bitte nachts ab, damit sich Ihre Haut am Stumpf besser regenerieren kann.


Wie sehen Silikon-Finger- und Teilhandprothesen aus?

Mit Silikon lassen sich Form und Länge der Finger in Relation zu den körperlichen Proportionen exakt nachbilden. Die Schaftränder sind dünn auslaufend und bilden somit einen saften Übergang.

Mit Silikon ist es möglich, Ihre Hautfarbe ausführlich nachzuempfinden. Auf Wunsch können auch Muttermale, Äderchen oder die Armbehaarung in die Prothese integriert werden.

Bitte seien Sie sich bewusst, dass sich die Farbe Ihrer Haut permanent in Nuancen verändert. Im Gegensatz zu Ihrer Hand ist das Silikon der Prothese nicht lebendig und wird sich diesen natürlichen farblichen Schwankungen nicht anpassen können.

Bei der Gestaltung der Fingernägel wird auf bis zu 5 Farben zurückgegriffen. Wenn Sie möchten, können Sie die Fingernägel auch lackieren oder mit Nail-Design gestalten. Bei der farblichen Ausgestaltung können Sie zwischen den 3 Varianten „Basic“, „Classic“ oder „Natural“ wählen. Für diese Varianten sind unterschiedliche Konfigurationen auswählbar.

Anhand der von Ihnen getroffenen Auswahl wird Ihre Fingerprothese individuell angefertigt.


Woraus besteht eine Silikon-Prothese?

Ihre Prothese wird aus hautverträglichem Silikon hergestellt. Silikon verursacht keine allergischen Reaktionen. Dank dieser Eigenschaften können Sie Ihre Silikon-Fingerprothese häufig und lange tragen. Die Form Ihrer Prothese bleibt dabei stabil und wird nicht porös, da sie keine Weichmacher, enthält.

Silikon ermöglicht außerdem eine detaillierte optische Ausgestaltung bis ins kleinste Detail: Ihr amputierter Finger wird täuschend echt nachgebildet. Auch das Lackieren Ihrer Fingernägel und das Tragen von Schmuck sind bei Silikon-Prothesen möglich.

Silikon ist süß- und salzwasserbeständig sowie resistent gegen UV-Strahlen. Auch in Bezug auf Hygiene ist eine Prothese aus Silikon kaum zu übertreffen.


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