20.02.2019

Ottobock auf der „therapie Leipzig“

Dank seiner bebionic Handprothese mit intuitiver Steuerung kann Landwirt Wolfgang wieder auf dem Hof arbeiten.

Intuitive Prothesensteuerung und computer-gesteuerte Orthese | Teamarbeit in der Rehabilitation

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Versorgung von Patienten mit Prothesen und Orthesen steht im Mittelpunkt des Auftritts von Ottobock bei der therapie Leipzig. Die größte Fachmesse für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland findet vom 7. bis 9. März 2019 statt. Ottobock präsentiert sich hier erstmals mit einem eigenen Stand (E17, Halle 2): Physio- und Ergotherapeuten, Orthopädietechniker, Demoanwender und Produktexperten geben Einblick in neueste Entwicklungen der Arm- und Beinprothetik sowie der Orthetik.

Künstlich intelligent – die Prothese, die vom Menschen lernt

Noch vor der Markteinführung im Frühjahr 2019 stellt Ottobock auf der therapie Leipzig die neue intuitive Prothesensteuerung Myo Plus mit Mustererkennung vor. Demoanwender Wolfgang zeigt am Stand, wie seine Handprothese funktioniert. Der 23-Jährige Landwirt hatte seine Hand bei einem Arbeitsunfall verloren. Das Besondere an Wolfgangs Prothese: Dank Mustererkennung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz kann er sie ganz intuitiv bedienen. Möchte er beispielsweise ein Glas greifen, erkennt die Prothesensteuerung die damit verbundenen Muskelanspannungen im Unterarmstumpf und übersetzt diese in Handbewegungen mit der myoelektrischen Prothese. „Ich muss nicht einmal über die Steuerung nachdenken“, sagt Wolfgang. „Innerhalb einer Sekunde erfolgt das praktisch automatisch. Wie bei einer echten Hand.“

Angstfrei gehen – mit der computer-gesteuerten Orthese C-Brace®

Ein weiteres Highlight auf der Messe ist die neue Generation der computer-gesteuerten Beinorthese C-Brace®, die Demoanwenderin Heike vorführt. Das rechte Bein der 52-Jährigen aus Bad Arolsen ist nach einer Beckenoperation gelähmt. Dank der Beinorthese kann Heike heute wieder natürlich gehen, sie fährt Fahrrad und macht lange Spaziergänge mit ihrem Hund. Dabei kontrolliert C-Brace® sowohl die Stand- als auch die Schwungphase des Gehens. Die Sensoren im Gelenk erkennen, in welcher Phase des Gangzyklus sich der Anwender gerade befindet, und der Mikroprozessor regelt den Hydraulikwiderstand entsprechend. Heike erklärt „Das C-Brace gibt mir sogar die Sicherheit zurück, einfach mal querfeldein zu laufen.“

Das neue C-Brace® ist seit Juli 2018 bei zertifizierten Sanitätshäusern verfügbar. Die Beinorthese eignet sich für Menschen, deren kniestreckende Muskulatur ganz oder teilweise gelähmt ist, zum Beispiel aufgrund einer Polio-Erkrankung oder eines Unfalls.

Weiterbildungen und Workshops

Zur neuen Myo Plus Mustererkennung, zum C-Brace und vielen weitereren Themen der Prothetik, Orthetik und Neurorehabilitation bietet Ottobock Weiterbildungen an – für Physio- und Ergotherapeuten, Orthopädietechniker und Ärzte. „Die rasante technologische Entwicklung der Orthopädietechnik bringt unweigerlich mit sich, dass das in der Erstausbildung erworbene Wissen immer schneller veraltet“, erklärt Thomas Ringer, Leiter der Akademie der Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH. „Lebenslanges Lernen in Form beruflicher Weiterbildung ist unverzichtbar. Aktuelles Wissen für die interdisziplinäre Versorgungspraxis kommt unmittelbar den Patienten zugute.“

Wie eine erfolgreiche Rehabilitation durch ein interdisziplinäres Team aussehen kann, zeigt Ottobock auf dem Kongress der therapie Leipzig in zwei Workshops:

• 7. März, 15-18 Uhr: Rehabilitation bei angeborener Fehlbildung und Amputation der oberen Extremität – Erfahrungen und Tipps aus dem klinischen Alltag

• 8. März, 15-18 Uhr: Dynamisch durchs Leben gehen – Therapie und Technik in der Beinprothetik und Orthetik. Mit Teamwork zum Erfolg!

Beim zeitgleich stattfindenden Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und Klinische Neurorehabilitation e.V. (DGNKN) referiert außerdem Dr. Thorsten Böing, wissenschaftlicher Leiter der Neurorehabilitation von Ottobock. Sein Thema: Regionale Netzwerke, Möglichkeiten und Grenzen in der ambulanten Versorgung neurologischer Patienten (8.3.2019, 16:30-18 Uhr).

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