Die Diagnostik bei Kniearthrose

Anamnese

Die Erhebung der Krankengeschichte durch Abfragen verschiedener Faktoren wird fachsprachlich als Anamnese bezeichnet. Diese erlaubt einen ersten Eindruck über Art und Schwere der Erkrankung.

Zu den wichtigsten Fragen gehören:

  • Welche Schmerzen haben Sie und wo?

  • Treten diese bei Belastung und/oder ohne Belastung auf?

  • Haben Sie Bewegungseinschränkungen?

  • Stellen Sie im Beruf, im Alltag und/oder beim Sport Funktionsstörungen fest?

  • Nehmen Sie Medikamente und/oder haben Sie schmerzlindernde Maßnahmen ergriffen?

  • Wann sind sie schmerzfrei?

Körperliche Untersuchung

Inspektion

Bei der Inspektion wird auf Haltung, Gelenkschwellung, Gelenkstellung, Umfangsabnahme eines Muskels (Muskelatrophie), Hautrötung sowie Gefäßauffälligkeiten (z.B. Krampfadern = Varicosis) geachtet.

Palpation

Bei der Palpation spürt man Überwärmung, Gelenkreiben (Crepitation), Unterhautverquellungen, Haut- und Unterhautkonsistenz, Hautverschieblichkeit, Druckschmerzen und Gelenkergüsse

Funktionsprüfung

Bei der Funktionsprüfung wird der Bewegungsumfang eines Gelenkes und die Bandstabilität des Knies geprüft.

Bildgebende Verfahren

Röntgen

Als Routinediagnostik werden Röntgenbilder des Kniegelenkes in 3 Ebenen durchgeführt, um die Diagnose zu sichern. Anhand der folgenden Anzeichen kann eine Einteilung der Schwere einer Arthrose vorgenommen werden:

  • Gelenkspaltverschmälerung und Verdichtung des Knochens unter der Knorpelschicht (subchondrale Sklerosierung)
  • Verkalkungen (z.B. Meniskus, Sehnen)
  • knöcherne Randanbauten (Osteophyten)
  • kleine Hohlräume im oberflächennahen Teil des Knochens unter dem Knorpel (Geröllzysten im subchondralen Knochen)
  • Fehlstellung des Gelenkes (Subluxationsstellung)

Magnetresonanztomographie

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) hat eine hohe Spezifität und kann schon sehr früh Veränderungen im Gelenk darstellen, bevor das Röntgenbild auffällig ist, darunter z.B.:

  • Knorpeldicke und -qualität
  • Knorpeldefekte
  • Wassergehalt des Knorpels
  • Gelenkschleimhautentzündungen und Verdickungen
  • Gewebeschäden außerhalb des Gelenkes
  • Entzündungen im Knochen

Kernspintomographie, Computertomographie, Szintigraphie

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung des menschlichen Körpers. Sie gehört zur Untergruppe der Schnittbildverfahren.

Die Computertomographie (CT) ist ein Röntgenverfahren, mit dem der menschliche Körper in Querschnittbildern (Schnittbildverfahren) dargestellt wird.

Als Szintigraphie bezeichnet man eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode, bei der dem Patienten radioaktiv markierte Stoffe gespritzt werden, die sich in bestimmten Organen anreichern und mit Hilfe einer Gammakamera aufgenommen werden. Es können dadurch bestimmte Körpergewebe sichtbar gemacht werden


Wie wird eine Kniearthrose behandelt?

Hier erfahren Sie mehr über die Therapie und Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose.

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