Achillodynie

Ursachen

Material und Architektur der Achillessehne sind sehr komplex aufgebaut. Es gibt mehrere Gründe, die zu einer schmerzhaften Veränderung der Sehne, einer Achillodynie, führen. Ursächlich können Stoffwechselerkrankungen und eine Überlastung sein.

In vielen Sportarten, aber auch bei alltäglichen Bewegungen, ist die Achillessehne hohen Kräften ausgesetzt. Oft übersteigen sie ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts. Darüber hinaus sind die durch die Achillessehne übertragenen Kräfte geschwindigkeits- und richtungsabhängig. Normalerweise kann die Achillessehne diese Krafteinwirkung und Verformung verarbeiten. Kommen jedoch bestimmte Faktoren hinzu, können sie im Zusammenspiel zu einer Achillodynie führen. Diese Faktoren sind z.B. unvorteilhaftes Schuhwerk, Fuß- und Hüftfehlstellungen, äußere Schädigungen der Achillessehne (heftige Gewalteinwirkung, z.B. durch einen Unfall oder Foul) und andere Vorschädigungen (z.B. Polyarthritis). In der Folge kann bei andauernder Fehl- und Überlastung der Achillessehne eine Materialermüdung der Sehne entstehen und schlussendlich ein Riss.

Symptome

Die Hauptsymptome einer Achillodynie sind eher unspezifische, dumpfe oder stechende Schmerzen im Bereich der Achillessehne. Diese bemerkt der Betroffene oft beim Anlaufen, oft direkt am Ansatz des Fersenbeins. Zu diesen Beschwerden führt vor allem ein Entzündungsvorgang, manchmal in Kombination mit einer Verhärtung oder Verdickung der Achillessehne. Als weiteres Indiz für eine Achillodynie gilt die Empfindlichkeit der Achillessehne bei Druckausübung auf die betroffene Stelle mit Daumen und Zeigefinger.

Je länger eine Achillodynie besteht, desto eingeschränkter ist die Beweglichkeit des Sprunggelenks. Manchmal kommt es daneben aufgrund der Entzündung zur Überwärmung oder Rötung des betroffenen Bereichs. Eine akute Achillodynie kann sich zu einer chronischen Achillodynie entwickeln, wenn die Beschwerden länger als 6 Monate andauern.

Diagnose

Die Diagnose wird vom Arzt durch Befund und Anamnese, häufig auch mittels Ultraschall und Computertomographie (CT) gestellt.

Therapie

Die Behandlung erfolgt meist konservativ, akut mit kühlenden Maßnahmen, Physiotherapie, Massagen (Friktionsmassagen) sowie angepasstem Schuhwerk und Laufstil. Mithilfe von Orthesen kann durch eingebaute Friktionspelotten das Sehnenmaterial gedehnt und so die Elastizität erhalten oder erhöht werden. Dies geschieht nach der Entzündungsphase, wenn das Sehnenmaterial verheilt ist und die Achillessehne wieder zurück zu alter Form geführt werden soll. Eine vorsichtige Dehnung der Wadenmuskulatur, z. B. an Treppenstufen, kann in Absprache mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten hilfreich sein.

Der Heilungsverlauf einer Achillodynie ist individuell verschieden und abhängig von der allgemeinen körperlichen Konstitution. Er kann zwischen 6 und12 Wochen oder sogar länger andauern. Eine operative Therapie erfolgt nur in Ausnahmefällen.


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