Was Sie über Arthrose wissen sollten

Hier erfahrens Sie mehr darüber, welche Symptome charakteristisch für beginnende Kniearthrose sind, welche Diagnoseverfahren es bei Verdacht auf Kniearthrose gibt, Informationen über Ursachen und den Krankheitsverlauf sowie Näheres zum Teufelskreis Arthrose.


Symptome

Welche Symptome sind charakteristisch für beginnende Kniearthrose?

Eine Reihe „typischer“ Symptome kann auf Kniearthrose hindeuten. Diese können einzeln oder im Zusammenspiel auftreten. Wenn sich Symptome zeigen – was bei früher Arthrose nicht zwangsläufig der Fall sein muss – kann häufig folgende Verlaufsform beobachtet werden:

1. Knacken im Gelenk
2. Schmerzen bei belastenden Tätigkeiten (z. B. schwerem Tragen)
3. Schmerzen bei alltäglichen Tätigkeiten (z. B. Treppensteigen)
4. Einschränkung der Mobilität
5. Schwellungen und Entzündungen

Treffen einzelne oder mehrere dieser Symptome bei Ihnen zu, sollten Sie mittels einer ärztlichen Untersuchung klären lassen, ob tatsächlich Kniearthrose vorliegt. Dazu gibt es verschiedene Verfahren.

Diagnoseverfahren

Diagnoseverfahren bei Verdacht auf Kniearthrose

Anamnese

Die Erhebung der Krankengeschichte durch Abfragen verschiedener Faktoren, wird auch als Anamnese bezeichnet. Diese erlaubt einen ersten Eindruck über die Art und Schwere der Erkrankung.

Wichtige Fragen an Sie:

  • Welche Schmerzen haben Sie und wo?
  • Treten diese bei Belastung und/oder ohne Belastung auf?
  • Haben Sie Bewegungseinschränkungen?
  • Stellen Sie im Beruf, im Alltag und/oder beim Sport Funktionsstörungen fest?
  • Nehmen Sie Medikamente ein und/oder haben Sie schmerzlindernde Maßnahmen ergriffen?
  • In welchen Zeiträumen sind Sie schmerzfrei?

Körperliche Untersuchung

Eine körperliche Untersuchung umfasst die äußerliche Betrachtung (Inspektion), das Betasten (Palpation) und die Funktionsprüfung.

  • Die Inspektion überprüft vor allem Haltung, Gelenkschwellung und -stellung, Umfangsabnahme eines Muskels, Hautrötung und Gefäßauffälligkeiten.
  • Die Palpation spürt Überwärmung, Gelenkreiben, Unterhautverquellungen, Haut- und Unterhautkonsistenz, Hautverschieblichkeit, Druckschmerzen und Gelenkergüsse auf.
  • Die Funktionsprüfung kontrolliert den Bewegungsumfang eines Gelenkes und die Bandstabilität des Knies.

Bildgebende Verfahren

  • Computertomographie (CT)
    Das CT ist ein rechnerbasiertes Verfahren, bei dem aus einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen ein Schnittbild erzeugt wird.
  • Szintigraphie
    Bei der Szintigraphie werden dem Patienten radioaktiv markierte Stoffe verabreicht. Mithilfe einer Gammakamera können auf diesem Weg bestimmte Körpergewebe sichtbar gemacht werden.

Ursachen und Krankheitsverlauf

Ursachen und Krankheitsverlauf

Teufelskreis Arthrose

Teufelskreis Arthrose

Sind zwei Knochen über ein Gelenk miteinander verbunden, ist ihre Kontaktstelle mit Knorpel überzogen. Dieser mindert die Reibung und dient als „Stoßdämpfer“, indem er Kräfte abfängt und verteilt.

Wenn durch eine Fehlstellung, einen Unfall, fortgeschrittenes Alter, Übergewicht oder Überbelastung eine Kniearthrose entsteht, kann der geschädigte Knorpel die oben genannten Aufgaben nicht mehr erfüllen. Die Folge: verringerte Beweglichkeit und Schmerzen. Der betroffene Patient nimmt instinktiv eine Schonhaltung ein, um das Knie zu entlasten. Diese führt aber oft an anderer Stelle – z.B. der Hüfte – zu neuen Problemen und reduziert die Nährstoffversorgung des Knorpels, die auf Bewegung basiert – ein Teufelskreis.

Der Knorpel baut sich immer weiter ab, während sich der Knochen unter der geschädigten Stelle verdichtet. Ist die Knorpelschicht schließlich komplett abgetragen, reiben die Knochen im direkten Kontakt aneinander – Gelenkschmerzen und Entzündungen sind die Folge.



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