28.05.2015

Tech-Garage auf Bötzow

Ottobock und Fab Lab Berlin eröffnen Open Innovation Space

Inmitten Berlins den Spirit von Silicon Valley erlebbar zu machen: Mit diesem Ziel haben das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock und das auf Rapid Prototyping spezialisierte Fab Lab Berlin am Mittwoch, 27. Mai 2015 den Open Innovation Space, eine Tech-Garage auf dem Areal der ehemaligen Bötzow-Brauerei, eröffnet.

„Mit dieser einzigartigen Verknüpfung von Co-Working-Spaces, Hochtechnologie und Kreativität zünden wir unsere Innovationsrakete am Standort Berlin“, sagte Professor Hans Georg Näder, President & CEO von Ottobock. Er hatte zu der Eröffnung mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller sowie 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien eingeladen. Mit dabei auch Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz. „Die Kooperation mit dem Fab Lab ist der Startschuss einer Perlenkette an Startups unterschiedlicher Brennstufe, die unter dem Dach des Ottobock Open Innovation Space ihr Zuhause finden“, so Professor Näder. Langfristig investiert Ottobock mehr als 4 Millionen Euro in die Open Innovation Space Plattform. Dort stehen bis zu 65 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Als Initiator des Projekts fokussiert sich Ottobock im Open Innovation Space im ersten Schritt unter anderem auf Verfahren zur schnellen und neuartigen Fertigung von Prototypen. Zudem will das Unternehmen in diesem Umfeld das Schlüsselthema Digitale Zukunft vorantreiben und die Vernetzung mit Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen weiter ausbauen. So wird die Infrastruktur von Ottobock Entwicklern gemeinsam mit Studenten und Wissenschaftlern akademischer Einrichtungen genutzt. Unter anderem werden dort die TU Berlin als langjähriger Partner von Ottobock sowie das Design Research Lab, eine Forschungseinrichtung der Universität der Künste Berlin, präsent sein. „Dieser spannende interdisziplinäre Mix macht den Open Innovation Space zu einer Brutstätte für neue, kreative Ideen, aus denen Erfindungen hervorgehen“, sagt Professor Hans Georg Näder.

„Als offene Digital Fabrication Werkstatt bieten wir allen Interessierten Zugang zu 3D-Druckern, Lasercuttern, Platinen- und CNC-Fräsen sowie CAD-Software. Aber auch zu Holzbearbeitungsmaschinen und anderen Werkzeugen, die man zum Erfinden braucht“, erklärt Wolf Jeschonnek, Geschäftsführer und Gründer des Fab Lab Berlin.

Privatpersonen sind, ebenso wie Startups, andere Unternehmen und Institutionen, dazu eingeladen, den Umgang mit digitalen Fabrikationsmaschinen zu erlernen und diese unter fachlicher Anleitung zu nutzen, um ihre Ideen umzusetzen. Von dem Umzug auf das Bötzow-Areal und der Zusammenarbeit mit Ottobock verspricht sich das Fab Lab Berlin eine Professionalisierung seiner Arbeit: „Wir werden größer und haben einen festen Kooperationspartner“, sagt Wolf Jeschonnek. „Wir können viel von den Ottobock Entwicklungsingenieuren lernen, denn sie haben in vielen Bereichen mehr technologisches Know-how als wir. Auf der anderen Seite sind wir in Berlins Kreativ- und Technologieszene gut vernetzt und fokussieren uns auf Digitale Technologien.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zeigte sich bei der Eröffnung beeindruckt: „Der Open Innovation Space ist ein gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Experten auf unterschiedlichen Gebieten. Die Kooperation zeigt, wie sinnvoll es sein kann, sich zusammenzutun, Know-how zu teilen und Wissen und Ressourcen weiter zu geben, um die kreativste, innovativste Lösung zu entwickeln.“ Als spielerisches Symbol dafür nahmen die Gäste der Eröffnung einen 3D-gedruckten Berliner Bären auf einer Rakete mit nach Hause.

2010 hat Professor Hans Georg Näder das Areal der historischen Bötzow-Brauerei in Berlin erworben. Schritt für Schritt wird das Gelände nach einem Masterplan von Star-Architekt David Chipperfield erschlossen. Die denkmalgerechte und respektvolle Sanierung soll die DNA der Gebäude bewahren und eine Mischung aus kultureller und gewerblicher Nutzung ermöglichen. Bötzow Berlin ist Schauplatz für wechselnde Ausstellungen international renommierter Künstler sowie Heimat von Tim Raues Restaurant „La Soupe Populaire“ sowie der Bar „Le Croco Bleu“ mit Gregor Scholl. Mit dem Open Innovation Space hält nun das erste Projekt von Ottobock Einzug auf Bötzow.

Weitere Informationen unter: www.boetzowberlin.de

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