24.01.2019

Elektrostimulation bei Fußheberschwäche mit L100 Go

Alexandra mit L100 Go unterwegs mit dem Roller

Das neue L100 Go System für mehr Mobilität nach neurologischen Erkrankungen

Ottobock erweitert sein Produktportfolio für die Neurorehabilitation um das neue Bioness L100 Go System. Das Hilfsmittel wurde für Menschen mit Fußheberschwäche entwickelt, die bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems auftreten kann, wie Schlaganfall, Multiple Sklerose oder infantile Zerebralparese. Das L100 Go arbeitet mit Funktioneller Elektrostimulation (FES). Die Manschette am Unterschenkel aktiviert durch elektrische Impulse die Nerven und damit die Muskeln, die für das Anheben des Fußes verantwortlich sind.

„Unsere neue Orthese arbeitet mit nur einem Stimulationskanal“, erklärt Alexander Hardt, Produktmanager NeuroOrthopädie bei Ottobock. „Das L100 Go eignet sich deshalb speziell für Patienten, bei denen bereits eine einfache Stimulation den Fuß hebt. Dadurch verbessert sich das Gangbild, es wird natürlicher und sicherer.“

Aktiver Alltag dank FES

Alexandra aus Berlin trägt das neue L100 Go seit Oktober 2018. Die 48-Jährige war nach einer Gehirnoperation zunächst teilweise gelähmt: „Ich musste wieder laufen, schreiben und schwimmen lernen – eigentlich alles noch mal neu. Die Folge ist heute nur noch, dass ich den rechten Fuß nicht richtig heben kann. Dabei hilft mir jetzt das L100 Go. Ich kann sehr gut die Treppen hoch und runter gehen, fühle mich dadurch sicherer und bin aktiver.“

Sensoren erfassen die unterschiedlichen Bewegungen des Anwenders sowie deren Geschwindigkeiten, und die Orthese gibt exakt zum richtigen Zeitpunkt den Stimulationsimpuls zur Fußhebung ab. Mit einer App auf dem Smartphone lässt sich das System einfach bedienen. So können Anwender aus unterschiedlichen Modi wählen und die Intensität der Stimulation einstellen. Ein Schrittzähler zeigt die tägliche Aktivität.

Patientenindividuelle Versorgung

„Unser Ziel ist die bestmögliche Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems – und dazu gehören individuell passende Hilfsmittel“, betont Alexander Hardt. „Einerseits möchten wir so dem Anwender Mobilität und Sicherheit zurückgeben, und andererseits Physiotherapeuten im Prozess der Reha unterstützen. Unsere Orthesen können beispielsweise zum Wiederaufbau der Muskulatur beitragen und Gelenkbeweglichkeit und Durchblutung fördern.“

Das Stimulationssystem L100 Go ist seit September 2018 in Sanitätshäusern verfügbar. Über ein Tablet mit Bluetooth kann das Fachpersonal das Hilfsmittel schnell und einfach anpassen. Für Patienten mit zusätzlicher Knieinstabilität oder geschwächter Oberschenkelmuskulatur bietet Ottobock das L300 Go mit Mehrkanalstimulation.

Weiterführende Links
Ansprechpartner für Medien

Gesa Liss
Unternehmenskommunikation

Ottobock SE & Co. KGaA
Prenzlauer Allee 242, 10405 Berlin
Telefon: 030 398 206 223
Handy: 0151 4416 1837
E-Mail: gesa.liss@remove-this.ottobock.de