02.09.2019

Innung für Orthopädietechnik Düsseldorf ehrt Prof. Hans Georg Näder mit Ehrenobermeister-Würde

Professor Hans Georg Näder nimmt Urkunde entgegen

Langjähriges Engagement für Handwerk und Ausbildung ausgezeichnet

Am Freitagabend erhielt Professor Hans Georg Näder in Voerde die Ehrenobermeister-Würde der Orthopädietechnik Innung Düsseldorf. Anschließend wurden durch den Obermeister Thomas Münch die Junggesellinnen und Junggesellen losgesprochen. „Die Auszeichnung ist mir eine große Ehre. Meine Familie ist seit mehr als fünf Jahrzenten eng mit der Innung hier vor Ort verbunden“, sagte der Eigentümer des Technologieführers in der Orthopädietechnik, Ottobock. „Gemeinsam – Ärzte, Therapeuten, Orthopädietechniker und Industrie – müssen wir auch künftig für die bestmögliche Versorgung unserer Patienten und Anwender an einem Strang ziehen.“ Bereits 1990 wurde seinem Vater Dr. e.h. Max Näder die gleiche Ehrung zuteil.

Digitalisierung: „Eine Chance für uns alle.“

„Es spielt keine Rolle, was auf der Visitenkarte steht. Der Digitalisierung kann sich keiner verweigern“, betonte Näder. „Für Handwerk und Industrie erschließen sich durch smarte Technologien zahlreiche spannende und neue Applications.“ Basierend auf einem digitalen Modell, das via Scanner beim wohnortnahen Orthopädietechniker entsteht und am Computer nachmodelliert wird, können Hilfsmittel zentral gefertigt werden. Mit Hilfe von Fräsrobotern und 3-Drucken entstehen maßgeschneiderte Modelle oder Orthesen und Prothesen. „Bei der Digitalisierung geht es aber nicht um Revolution, sondern um Evolution. Techniker bekommen mehr Freiraum für ihre eigentliche Berufung, die Versorgung von Patienten.“

Zukunftsorientierte Ausbildung als Fundament für das Handwerk

Entscheidend für die Zukunft des Handwerks sei nicht zuletzt die Weiterbildung durch die Innungsverbände. „In Zeiten, in denen der technologische Change auf Hochtouren läuft, muss sich auch die Ausbildung verändern“, sagte der Honorarprofessor an der Privaten Fachhochschule (PFH) in Göttingen, die u.a. Orthobioniker ausbildet.

„Digitale Medien, Software und Soft Skills im Umgang mit den Patienten müssen Teil der Ausbildung werden. Das macht den Beruf noch attraktiver und begeistert junge Talente.“ Das Ottobock eine fundierte Fachkräfteausbildung als Basis seines wirtschaftlichen Erfolgs versteht, hat die 100-jährige Geschichte des Unternehmens mehrfach belegt. Mit dem Aufbau des interdisziplinären Orthobionik Studiengangs an der PFH oder dem Future Lab in Berlin, in dem an der Digitalisierung der Orthopädietechnik gearbeitet wird, leistet Ottobock Pionierarbeit für kommende Generationen.

Mehr über die 100-jährige Geschichte von Ottobock erfahren Sie hier:

https://www.ottobock.de/historie/

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