Kenevo - Das multisensoriell gesteuerte Kniegelenk

Für Sichergeher.

Für eine neue Sicherheit

Die ersten Schritte mit einer Prothese gehen bedeutet: Schritt für Schritt Vertrauen aufzubauen. Dies gilt auch, wenn Sie weitere Hilfsmittel verwenden wie einen Gehstock oder sich grundsätzlich weniger bewegen. Erst, wenn das Vertrauen in das Prothesensystem wächst, werden Sie beweglicher und unabhängiger, beispielsweise von der Hilfe Angehöriger.

Daher setzt das Kenevo einen klaren Fokus: auf die Sicherheit. Das multisensorielle Kniegelenk ist die weltweit erste Versorgungslösung modernster Technologie speziell für die Bedürfnisse weniger aktiver Menschen - als Beinprothese setzt das Kenevo damit weltweit einen neuen Standard. Es unterstützt mit seinen extra eingerichteten Basisfunktionen in typischen Alltagssituationen. Darüber hinaus ermöglichen die Aktivitätsmodi eine hohe Anpassungsfähigkeit: Das Kenevo wächst mit Ihren Fähigkeiten mit, beispielsweise während der Rehabilitation, und passt sich genauso gut bei geringer werdender Mobilität an.

Carbonrahmen

Um den vielfältigen Belastungen des Alltags standzuhalten, besteht der Rahmen aus Carbon, einem besonders stabilen, hochwertigen und leichten Material.

Akku und Kniewinkelsensor

Ein Akku stellt die Energie bereit, die zur Steuerung des Gelenks benötigt wird. Der Kniewinkelsensor liefert wichtige Informationen zur genauen Bestimmung der Kräfte, die auf die Prothese wirken.

Hydraulikeinheit

Die Hydraulikeinheit wird vom Mikroprozessor gesteuert. Sie erzeugt Bewegungswiderstände und ermöglicht so eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Anwenders.

Induktive Ladeeinheit

Das induktive Ladegerät haftet magnetisch auf der Rückseite des Kniegelenks – einfaches Laden durch den dünnen Kleidungsstoff ist damit möglich.

Bluetooth

Integriertes Bluetooth ermöglicht eine einfache Kommunikation mit dem Kniegelenk. Über eine LED wird eine bestehende Verbindung angezeigt.

AXON Rohradapter

Sensoren im Rohradapter messen das Knöchelmoment und die vertikale Kraft, die auf das Gelenk wirkt. Die Sensordaten tragen dazu bei, einen natürlichen Bewegungsablauf zu ermöglichen. Bereits für das erste Gehen nach einer Beinamputation ist dies eine wertvolle Technologie.

Inertial Motion Unit und Elektronik

Gyroskop und Beschleunigungssensoren ermöglichen, Lage und Beschleunigung im Raum zu bestimmen. Ein Mikroprozessor empfängt die Signale und steuert in Echtzeit die Bewegung des Gelenks. Eine wichtige Voraussetzung für hohe Sicherheit und um sich den Fähigkeiten des Anwenders anzupassen.



Vorteile auf einen Blick

Unterstütztes Hinsetzen

Das Kenevo erkennt automatisch, wenn Sie sich hinsetzen und unterstützt Sie dabei. Selbst, wenn Ihr Bewegungsablauf langsam ist, behalten Sie die Kontrolle, denn das Gelenk beugt entsprechend langsam ein. Diese Funktion macht das Kenevo zu einer sehr stabilen Beinprothese. Mit Ihren Händen können Sie sich während des Hinsetzens am Stuhl oder an einer Gehhilfe festhalten.

Unterstütztes Aufstehen

Während des Aufstehens ist es möglich, das Kenevo zu belasten. Selbst wenn Sie einmal pausieren müssen, ist dies kein Problem – die Beinprothese reagiert sofort und ermöglicht ein Innehalten bei gebeugtem Knie. Eine Funktion für Balance und Stabilität.

Stolperschutz Plus

Teppichkanten, Türschwellen oder andere Stolperfallen sollten kein Hindernis sein. Mit dem Stolperschutz Plus erkennt das Kenevo, wenn Sie stolpern und Gefahr laufen zu stürzen oder eine Bewegung abbrechen. Das Kniegelenk schaltet dann unmittelbar in einen hohen Beugewiderstand.

Rollstuhlfunktion

Dank zusätzlicher Bodenfreiheit erleichtert das Kenevo auch das Sitzen im Rollstuhl. Mit nur einem Handgriff lässt sich das Kniegelenk zwischen leicht gebeugter Haltung und einem nahezu getrecktem Bein sperren. Das verhindert ein Hängenbleiben der Beinprothese am Boden.

Stehfunktion

Unabhängig vom gewählten Aktivitätsmodus bietet das Kenevo höchstmögliche Sicherheit im Stehen. In Aktivitätsmodus A und B ist Sicherheit durch die gesperrte Standphase gewährleistet. Die Standphase bezeichnet die Momente, in denen Sie mit der Prothese auf dem Boden stehen. Im dynamischeren Aktivitätsmodus C ist stabiles Stehen dank der intuitiven Stehfunktion sogar bei gebeugtem Knie möglich.

Einzigartige Schwungphasenauslösung

Die Schwungphase bezeichnet den Teil des Gehens, in dem die Prothese durchschwingt und das andere Bein am Boden abrollt. Im Aktivitätsmodus B und C löst die Schwungphase selbst bei kleinen Schritten und bei variierender Belastung, z.B. durch Gehhilfen, zuverlässig aus. Auch bei sehr langsamem Gehen verbleibt beim Durchschwingen genug Platz zum Boden. All das sorgt für eine hohe Sicherheit.

Funktionsweise

Das Kenevo verfügt über drei Aktivitätsmodi. Diese verleihen ihm eine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an Ihre individuellen Bedürfnisse und sich weiterentwickelnden Fähigkeiten, beispielsweise während der Rehabilitation. Ihr Orthopädietechniker stellt den für Sie passenden Aktivitätsmodus am Kniegelenk ein.

Mode A: Locked Mode

Im Mode A ist das Ottobock Kniegelenk gesperrt und löst keine Schwungphase aus. Das Kenevo bietet so als stabile Prothese maximale Sicherheit und lässt keine unerwarteten Bewegungen zu.

Daher eignet sich der Locked Mode, wenn Sie wenig Kontrolle über Ihren Stumpf haben, meistens nur kurze Strecken im Innenbereich gehen und überwiegend sitzen.

Mode B: Semi Locked Mode ohne Standphasenbeugung

In diesem Mode B ist das Gelenk während der gesamten Standphase gesperrt. Für die Schwungphase, also wenn Sie zur Pendelbewegung Ihres Beins ansetzen, schaltet es frei. Dies geschieht weitgehend unabhängig von Ihrem Gangmuster und davon, ob Sie weitere Gehhilfen verwenden. Das Kenevo löst die Schwungphase immer zum richtigen Zeitpunkt aus.

Dieser Aktivitätsmodus eignet sich besonders, wenn Sie eine mittlere Kontrolle über Ihren Stumpf haben, kurze Strecken zurücklegen und langsam gehen.

Mode B+: Semi Locked Mode mit Standphasenbeugung

Dieser Aktivitätsmodus entspricht dem Mode B, wird aber ergänzt um die Standphasenbeugung bei Fersenauftritt von bis zu 10°. Was sich technisch anhört, bedeutet für Sie vor allem, dass Sie auf moderaten Schrägen gehen können. Sobald Sie mit der Ferse auftreten, beugt das Kniegelenk leicht ein. Dadurch wirkt die Bewegung außerdem natürlicher.

Dieser Aktivitätsmodus eignet sich, wenn Sie bereits genug Vertrauen in Ihre Prothese aufgebaut haben, um mit Standphasenbeugung gehen zu können.

Mode C: Yielding Mode

Ein noch natürlicheres Gehen mit gleichzeitig hohem Maß an Sicherheit erreichen Sie im Yielding Mode. Im Vergleich zu den anderen Aktivitätsmodi ist die Standphase im Mode C nicht gesperrt, weist aber eine hohe Dämpfung auf. Dies unterstützt Sie beim Gehen mit der Oberschenkelprothese auf ebenem Untergrund, auf Schrägen und Treppen. Die Schwungphase kann früher ausgelöst werden, was dynamischere Bewegungen begünstigt.

Der Aktivitätsmodus C eignet sich für Sie, wenn Sie ihren Stumpf moderat kontrollieren können, in der Lage sind, mit vielfältigen Alltagssituationen umzugehen sowie kurze bis mittlere Gehstrecken im Außenbereich zurücklegen.

Downloads

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Information für Anwender: Kenevo

Hier erfahren Sie alle Details über das Kenevo Kniegelenk.

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Sonderdruck aus Orthopädie Technik 9/15: Technologie und Funktionsweise eines neues Prothesenkniegelenksystems

Lesen Sie den Beitrag "Technologie und Funktionsweise eines neues Prothesenkniegelenksystems" aus der Orthopädie Technik 9/15 (Verlag Orthopädie-Technik, Dortmund).


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