Osteoporose

Osteoporose (Knochenschwund) ist ein Syndrom, in dessen Verlauf die Knochenmasse kontiunierlich abnimmt. Das Skelett ist zunehmend instabil und porös und das Risiko für Knochenbrüche erhöht sich. Osteoporose betrifft das gesamte Skelett, kann aber auch Teilbereiche vermehrt betreffen.

Bei älteren Menschen baut sich Knochenmasse entsprechend der häufig geringeren körperlichen Aktivität ab. Bei Osteoporose ist der Knochenstoffwechsel gestört, so dass sich dieser natürliche Knochenschwund verstärkt und ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau entsteht.


Ursachen

Die Ursache für Osteoporose liegt in einem veränderten Knochenstoffwechselprozess oder in zu geringer, mechanischer oder muskulärer Verformung der Knochenmaterialien. Der muskuläre Reiz, der über die Sehnen den Knochen verformt, verringert sich im Alter. Auch die Bewegungsgeschwindigkeit und die Leistung nehmen im Alter ab. Deshalb sieht man bei Messung der Knochenmasse häufig auch eine Verringerung des Muskelquerschnittes am Ort der Messung.

Ursachen bei sekundärer Osteoporose sind Erkrankungen, bei denen der Stoffwechsel bzw. der Hormonhaushalt gestört sind. Eine langfristige Medikamenteneinnahme oder übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum können ebenfalls Auslöser sein. Die primäre Osteoporose tritt ohne erkennbare direkte Ursachen auf. Je nach Zeitpunkt ihres Beginns bezeichnet man sie als postmenopausale Osteoporose, die nach Beginn der Wechseljahre auftritt oder als Altersosteoporose, die etwa ab dem 70. Lebensjahr entstehen kann.

Symptome

Solange die Knochenmasse nur wenig vermindert ist, zeigt Osteoporose nur geringfügige Symptome. Im weiteren Verlauf kann es jedoch zu Spontanfrakturen kommen, insbesondere an den Wirbelkörpern. Schmerzen, Abnahme der Körpergröße und weitere Störungen des Bewegungsapparates sind die Folgen. Durch die häufig damit einhergehende geringere körperliche Aktivität vermindert sich die muskuläre Leistung und Koordination, sodass es allein dadurch zu häufigeren Stürzen kommen kann.

Diagnose

Nach einem eingehenden Gespräch zur Vorgeschichte der Erkrankung folgt eine körperliche Untersuchung mit mehreren Tests bzgl. der Beweglichkeit, Muskelkraft, Muskelleistung, Balance und Koordination. Radiologisch wird mittels einer DXA/PQCT Messung die Knochenmasse/Knochendichte und ggf. der Muskelquerschnitt gemessen und ausgewertet. Ein Röntgenbild kann Aufschluss über bereits bestehende Frakturen geben.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach Ursache und Form der Osteoporose. Zunächst soll sie den Knochenstoffwechsel beeinflussen, um Knochenbrüche zu verhindern. Sind infolge der Osteoporose bereits Knochenbrüche aufgetreten, ist deren akute Versorgung nötig: Dies bedeutet auch, die mit dem Bruch verbundenen Schmerzen zu lindern. Darüber hinaus soll die Osteoporose-Behandlung eventuelle dauerhafte Beschwerden verringern oder ganz ausschalten.

Unbehandelt schreitet der Knochenschwund weiter fort, sodass die Knochen zunehmend brüchiger sind. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig mit der Osteoporose-Therapie zu beginnen. Orthesen können helfen, die Wirbelsäule zu stabilisieren und aufzurichten. Sie verbessern die Körperhaltung und aktivieren die Rumpfmuskulatur.


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