Wenn der Hintermann nicht rechtzeitig bremsen kann und mit seinem Wagen auffährt, dann wirkt durch den Aufprall eine starke Kraft auf den Nacken des Autofahrers. Der Bereich der Halswirbelsäule wird dabei kurzzeitig sehr stark überstreckt. Wie beim Schlag einer Peitsche schnellt der Nacken vor und zurück – ein Schleudertrauma entsteht. Die häufigste Ursache einer solchen Weichteilverletzung an der Halswirbelsäule sind Auffahrunfälle. Allein in Deutschland erleiden pro Jahr rund 200.000 Autofahrer bei Unfällen ein Schleudertrauma. Aber auch Kampfsportarten, Achterbahn- und Autoscooter-Fahrten sowie Unfälle bei der Arbeit können zu einer Zerrung der Halsweichteile führen.
Kopfschmerzen nach Schleudertrauma
Charakteristische Symptome eines Schleudertraumas sind starke Kopfschmerzen und Verspannungen der Halsmuskulatur. Die Schmerzen können bis in die Schultern und Arme ausstrahlen, in einigen Fällen sind auch Ohrgeräusche und Schwindel möglich. Allerdings müssen die Beschwerden nicht unmittelbar nach dem Unfall auftreten. Oft machen sie sich erst nach Stunden oder sogar Tagen bemerkbar.
Krankengymnastik hilft bei Schleudertrauma
Obwohl ein Schleudertrauma meist innerhalb weniger Wochen ohne Folgeschäden ausheilt, ist eine gründliche ärztliche Untersuchung notwendig, um mögliche Nervenverletzungen auszuschließen. Wichtig ist es vor allem, nach dem Unfall und nach Absprache mit dem behandelnden Arzt so schnell wie möglich die gewohnten Alltagsaktivitäten wieder aufzunehmen und die Genesung mit krankengymnastischen Übungen zu unterstützen.