In vielen Fällen lassen sich verloren gegangene Funktionen, die zur selbstständigen Bewältigung des Alltags nötig sind, nur durch eine gezielte Rehabilitation, wieder herstellen. Das Prinzip der Rehabilitation lautet dabei: Fördern durch Fordern, ohne zu überfordern.
Rehabilitation zielt auf Wiedereingliederung ab
Nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit wollen die Betroffenen ihr gewohntes Leben möglichst ohne Einschränkungen fortführen. Die Rehabilitation ist daher darauf ausgelegt, sie wieder in ihr soziales Umfeld und ins Arbeitsleben einzugliedern. Zudem lernen die Patienten, chronische Krankheiten so gut wie möglich zu beherrschen und Folgeschäden vorzubeugen. Je nach Art der Erkrankung spielen bei der Reha verschiedene orthopädische Hilfsmittel eine wichtige Rolle. Nach einer Amputation ist beispielsweise die frühzeitige Versorgung mit der richtigen Prothese von größter Bedeutung. Schlaganfall-Patienten stehen dagegen mit dem Neuroimplantat ActiGait ganz neue Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
Reha sichert Eigenständigkeit
Älteren Menschen gilt in der Rehabilitation besonderes Augenmerk. Während schwere Krankheiten oder Verletzungen früher häufig den Verlust der Mobilität und Eigenständigkeit bedeuteten, sollen Senioren heute mithilfe der Rehabilitation so lange wie möglich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Im Mittelpunkt der Reha stehen somit therapeutische Maßnahmen, die es älteren Menschen ermöglichen, in ihrer eigenen Wohnung zu bleiben und ihren Alltag selbstständig zu meistern.