Ziel der Ergotherapie ist es, Kindern und Erwachsenen dabei zu helfen, ihren Alltag aktiv und selbstständig zu gestalten.




Anziehen, Kaffee kochen, einkaufen – viele alltägliche Handgriffe sind nach einem Schlaganfall oder einer Amputation, bei rheumatischen Erkrankungen oder angeborenen Fehlbildungen keine Selbstverständlichkeit. Den Betroffenen wieder mehr Selbstständigkeit und Mobilität im Alltag zu ermöglichen und ihre Lebensqualität zu steigern – dieser Aufgabe hat sich die Ergotherapie verschrieben. Durch Beratung und speziell auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Übungen werden im Rahmen der Ergotherapie eingeschränkte körperliche oder geistige Fähigkeiten verbessert oder wiederhergestellt.
Schon im Krankenhaus werden grundlegende Aktivitäten wie Waschen, Essen und Haushaltsführung trainiert. Wenn dafür Hilfsmittel wie Prothesen notwendig sind, machen Ergotherapeuten die Patienten in intensivem Training damit vertraut. Denn nur eine gut angepasste Prothese, die täglich getragen wird, bietet auch praktische Vorteile und erhöht die Mobilität.
Da die meisten Menschen nach einem Unfall oder einem Schlaganfall in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten, ist häufig eine Anpassung der Wohnung an die neuen Bedürfnisse nötig. Bei einem Hausbesuch überprüfen Ergotherapeuten mögliche Sicherheitsrisiken und erarbeiten Lösungen für einen reibungslosen Tagesablauf. Die Ergotherapie bildet zudem einen wichtigen Teil der Schmerzbehandlung und -vorbeugung. Der Patient lernt, sich besonders schonend und schmerzarm zu bewegen und so weiteren Beschwerden vorzubeugen.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte unseres Glossars lediglich allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen sind und keinen Arztbesuch ersetzen. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.
