Der Bandscheibenvorfall gehört heute zu den weit verbreiteten Volksleiden. Dennoch gibt es einige allgemeine Tipps zur Vorbeugung.




Die Bandscheiben sind die Stoßdämpfer der Wirbelsäule. In gesundem Zustand dienen sie als Verbindung zwischen den Wirbelkörpern und tragen wesentlich zur Flexibilität und Stabilität der Wirbelsäule bei. Wie Kissen verhindern die Bandscheiben, dass die Wirbel aufeinander reiben. Dauerhafte Fehlbelastung, Übergewicht, schweres Heben, ruckartige Drehbewegungen des Rumpfes und einseitige Belastung durch falsches Sitzen können allerdings großen Schaden anrichten, so dass ein Bandscheibenvorfall droht.
Hauptsymptom eines Bandscheibenvorfalls sind starke Schmerzen. Die Bandscheiben bestehen aus einem äußeren Faserring und einem gallertartigen Kern. Andauernde Belastung zum Beispiel im Stehen oder Sitzen kann Risse im Faserring verursachen. Die Gallertmasse tritt aus und drückt auf die seitlich verlaufenden Rückenmarksnerven. Rückenschmerzen, die bis ins Gesäß und in die Beine ausstrahlen oder Beschwerden in Armen und Beinen sind die Folge. Je nach Lage und Ausmaß des Bandscheibenvorfalls treten in einigen Fällen auch Taubheitsgefühle, Reflexausfälle oder Lähmungserscheinungen auf.
Fast jeder dritte Deutsche ist heute von einem Bandscheibenvorfall betroffen, denn die Pufferfunktion der Bandscheiben lässt mit den Jahren nach. Zur Vorbeugung sollte die Rückenmuskulatur mit gezieltem Training gekräftigt und auf eine entspannte, aufrechte Haltung bei Arbeiten in Haushalt und Beruf geachtet werden. Schwere Gegenstände sollten immer aus einer hockenden Position heraus mit durchgestrecktem Rücken gehoben werden.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte unseres Glossars lediglich allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen sind und keinen Arztbesuch ersetzen. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.
