Mit modernen Prothesen können Menschen ihren Alltag nach einer Amputation selbstständig und ohne größere Einschränkungen gestalten.




Um eine optimale Versorgung zu erreichen, ist ein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Prothesensystem ebenso wichtig wie eine frühe Mobilisierung nach der Amputation.
Eine Amputation stellt häufig den letzten Schritt bei Gefäßerkrankungen dar, wenn sich Entzündungen und Wundbrand ausbreiten, das Gewebe abgestorben und eine Erhaltung beispielsweise des Armes oder Beines mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nicht möglich ist.
Auch nach einem Unfall, infolge eines bösartigen Tumors, einer chronischen Knochenmarksentzündung oder angeborenen Fehlbildungen kann eine Amputation erforderlich werden. Dabei streben die Ärzte schon während der Operation an, den Stumpf für eine optimale Prothesenversorgung möglichst funktional zu formen.
Ist die Wundheilung nach der Amputation abgeschlossen, wird einerseits eine differenzierte Empfindungswahrnehmung im Stumpf gefördert, andererseits die Haut des Stumpfes abgehärtet. Eine konsequente Mobilisierung der angrenzenden Gelenke und ein intensives Training der verbliebenen Stumpfmuskulatur folgen.
Für ein Höchstmaß an Mobilität im Alltag sollte sobald wie möglich die Versorgung mit einer Prothese erfolgen. Der Orthopädietechniker stellt das Prothesensystem genau nach den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Patienten in Bezug auf Sicherheit, Aussehen und Aktivitätsgrad zusammen.
Nach der Anpassung wird die Prothese über immer längere Zeiträume getragen, um Haut und Gewebe schrittweise an den Druck zu gewöhnen. Wichtig ist dabei vor allem die aktive Mitarbeit des Patienten. Gespräche mit dem Arzt oder einem Psychologen können helfen, die Amputation psychisch zu verarbeiten.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte unseres Glossars lediglich allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen sind und keinen Arztbesuch ersetzen. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.
