Ökonomie und Ökologie versteht Ottobock als ganzheitliche Herausforderung, die es mit Blick auf kommende Generationen zu meistern gilt.


Drei Dinge waren bei Ottobock schon immer selbstverständlich: Das Bekenntnis zur Innovation, der Mut zur Investition und das Selbstverständnis der Firmeninhaber als verantwortliche Bürger-Unternehmer. Ökonomie und Ökologie sind deshalb keine Gegensätze für das Unternehmen, sondern eine als ganzheitlich verstandene Herausforderung, die es mit Blick auf kommende Generationen zu meistern gilt. Neue Produkte werden bei Ottobock mit Blick auf das Morgen entwickelt und fordern das hausinterne Umwelt-Management immer wieder zu neuen Ideen und Lösungen heraus.
Am größten Produktionsstandort Duderstadt werden umweltrelevante Emissionen in der Produktion fast vollständig vermieden. Der Energieverbrauch wurde im gesamten Unternehmen drastisch gesenkt, etwa mit der thermischen Verwertung von Produktionsabfällen, der Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen und dem Einsatz der Frequenzumformertechnik zur Stromeinsparung. Sortenreine Recycling-Systeme für Metall und Kunststoff sind im Unternehmen Standard.
Von großer Bedeutung ist das zukunftsorientierte, breitgefächerte Weiterbildungsangebot. Dieser partnerschaftliche Informationstransfer zwischen individuell versorgenden Orthopädie-Technikern unserer Kunden und dem Systemanbieter Ottobock hat Tradition und basiert auf gewachsenen Strukturen. Bereits der Firmengründer führte seit den zwanziger Jahren Fachkurse durch. Diese bewährte Vorgehensweise setzte Dr.-Ing. E.h. Max Näder in Duderstadt fort und etablierte die Ottobock Seminare.

Um diese Fortbildung fachübergreifend zu fördern, gründete Max Näder 1987 die firmenunabhängige Otto Bock Stiftung. Ihr Ziel: Förderung von Forschung und Entwicklung in der Technischen Orthopädie, interdisziplinäre Fortbildung für Ärzte, Ingenieure und Orthopädie-Techniker. Die durchgeführten Symposien wie zum Beispiel über Ganganalyse und CAD/CAM-Systeme fanden internationale Anerkennung. Die Erweiterung der Stiftungssatzung um „Tätigkeiten im mildtätigen Bereich“ ermöglichte im Sommer 2002 eine schnelle Hilfe, als die Jahrhundertflut im Osten Deutschlands große Zerstörungen anrichtete und viel Leid brachte. Prof. Hans Georg Näder mobilisierte das gesamte Unternehmensnetzwerk für eine schnelle Hilfe. Als am 26. Dezember 2004 der Tsunami über 300.000 Menschenleben kostete und große Teile der Küstenregion Südostasiens verwüstet hatte, starteten wir spontan unsere Hilfsaktion für Khao Lak/Thailand. Schon nach zwei Tagen versorgten Mitarbeiter von Ottobock in South East Asia die ersten Opfer.
Zu den besonders nachhaltigen Initiativen von Ottobock zählen wir den Aufbau und die Ausstattung von Orthopädie-Werkstätten in Ländern, deren medizintechnische Infrastruktur einen hohen Nachholbedarf aufweist. Im ukrainischen Kowel stand dieses Projekt in direktem Zusammenhang mit unserer Unterstützung der Stiftung „Kinder von Tschernobyl“. Kinder, die aufgrund der Strahlenbelastung Fehlbildungen erlitten haben, konnten dort versorgt werden. Im Dezember 2005 wurde in Lokossa in der afrikanischen Republik Benin ein neues Behindertenwohnheim eingeweiht. In Kooperation mit dem Rotary Club Salernes/Frankreich hat die Ottobock die orthopädische Werkstatt des Heimes um moderne Geräte für die Orthetik erweitert.
Globales Denken und konkretes Engagement vor Ort bestimmen auch unser internationales Sportförderungskonzept. Wir setzen unser weltweites Netzwerk für den Sport ein, weil seine Werte und Regeln sehr eng mit dem korrespondieren, was auch den Erfolg unseres Unternehmens ausmacht: Leistungsmotivation mit einer klaren Zielorientierung, Teamgeist und Selbstbewusstsein im Wettbewerb, Fitness als geistige und körperliche Beweglichkeit, Fairplay, kontinuierliche Integration junger Menschen und nicht zuletzt die Bereitschaft jedes einzelnen, für die gemeinsame Sache persönlich Verantwortung zu übernehmen. Unser Part dabei ist, den Athleten aus aller Welt seit den Sommerspielen, 1988 in Seoul unsere führende Service-Kompetenz bei allen Sommer- und Winter- Paralympics als exklusiver Service Provider zur Verfügung zu stellen.