ActiGait

Für Schlaganfallpatienten mit Fußheberschwäche, denen mit Standardtherapien nicht geholfen werden kann, entwickelt Otto Bock eine neue Therapie: ActiGait®.

Ehepaar am Strand

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Fußheberschwäche bedeutet eine inadäquate Anhebung des Fußes während des Gehens als Konsequenz einer Lähmung der Muskeln die für eine Dorsalflexion verantwortlich sind. Die Ursache ist häufig eine Schädigung des Zentralen Nervensystems als Folge eines Schlaganfalls.

Für Schlaganfallpatienten, denen bis jetzt mit den Standardtherapien nicht geholfen werden konnte, entwickelt Otto Bock eine neue Therapie: ActiGait® ist ein implantierbarer Stimulator, der die unzureichende Kontrolle der Fußhebung während des Gehens kompensiert. Der Patient verbessert sein bestehendes Gangbild und erlangt auf diese Weise weitestgehend einen beständigen und sicheren Gang wieder.

Wissenschaftliche Studien beweisen, dass ActiGait® zur signifikanten Steigerung der Gehgeschwindigkeit und der Gehsicherheit führt. Das ActiGait® hat einen direkten positiven Effekt auf die Lebensqualität des Patienten: Mehr Sicherheit beim Gehen, die Patienten können schneller ihre früheren Aktivitäten wieder aufnehmen. Der Fokus wird weniger auf das Gehen gerichtet, wodurch die Umwelt besser wahrgenommen wird und die sozialen Kontakte gesteigert werden. Der Zugewinn an Mobilität hat positive Auswirkungen auf das körperliche Befinden und die Leistungsfähigkeit. Der Trainingseffekt für Knie und Hüfte begünstigen die weitere Verbesserung der Gehfähigkeit.

ActiGait® kann im Oberschenkel unter die Haut implantiert werden. Nach der Wundheilung wird der Stimulator auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingestellt. Die Handhabung der Funktionssteuereinheit ist für den Patienten so einfach, dass sie auch bei einer Beeinträchtigung der Armfunktion gelingt.

Einschluss Kriterien

1. Fußheberschwäche als Konsequenz einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall
2. Passive Bewegung des oberen Sprunggelenks der betroffenen Seite von mindestens 30 Grad
3. Aufrechtstehen mit beiden Fersen auf dem Boden während Hüfte und Knie in einer neutralen Stellung sind.
4. die Fähigkeit 20 m in weniger als 2 min. zu gehen mit oder ohne Hilfsmittel aber ohne Hilfe von anderen Personen.
5. Maximale Gehgeschwindigkeit unter 1,2m/sek.
6. Positive Reaktion auf Oberflächenstimulation: Durch Funktionelle Oberflächenstimulation muss es zu einer Dorsalflexion als Folge einer Muskelkontraktion kommen und eine Gangverbesserung sichtbar sein.


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