Helfer kämpfen für vom Hunger geschwächte Flüchtlinge und Einheimische


Die Region Garissa, fünf Stunden von Kenias Hauptstadt Nairobi entfernt, gehört zu den von der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika besonders betroffenen Regionen. Hier ist das zweite medizinische Einsatzteam, das die Hilfsorganisation LandsAid e.V. in das Krisengebiet entsandte, seit dem 16. September 2011 im Einsatz.
Die Otto Bock Stiftung hat dieses Projekt, das noch Monate in Anspruch nehmen wird, mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt.
Die Ärzte und Krankenschwestern sehen den Schwerpunkt ihrer Aufgabe darin, neben den vom Hunger geschwächten Flüchtlingen aus Somalia vor allem die einheimische Bevölkerung zu versorgen. Deren Unterernährung gerät leicht in Vergessenheit, wenn über die massenhaft in die Lager strömenden Flüchtlinge berichtet wird. Dabei können auch bei den Einheimischen selbst harmlose Erkrankungen schlimmste Folgen haben, weil die Patienten in vielen Fällen sehr stark geschwächt sind.
Durchfall-, Haut- und Malaria-Erkrankungen sind besonders stark verbreitet. 150 Patienten pro Tag werden derzeit behandelt. Zudem ist geplant, das Einsatzgebiet auf andere Regionen auszuweiten. Die Spende der Otto Bock Stiftung an LandsAid knüpft an die Kooperation beider Einrichtungen an, die 2011 in Haiti ermöglicht hat, erstmals Kinder und jugendliche Opfer der Erdbebenkatastrophe 2010 mit Armprothesen zu versorgen.
