Zunächst muss die Stumpfwunde gut heilen. Wenn dieser Heilungsprozess nach einigen Wochen abgeschlossen ist, beginnt die eigentliche Rehabilitationsphase. Sie dauert in der Regel bis zu einem halben Jahr.

Wann Sie mit der intensiven Rehabilitation beginnen können, wird Ihr Behandlungsteam anhand Ihres Genesungsfortschritts entscheiden. In der Rehabilitationsphase werden Sie gezielt auf das Tragen einer Prothese vorbereitet. Ziel ist es, Ihnen ein Höchstmaß an Mobilität und Unabhängigkeit zu ermöglichen, damit Sie Ihr Leben in Zukunft so normal wie möglich führen können. Entscheidend für den Rehabilitationserfolg ist jedoch Ihre aktive Mitarbeit. Auch Ihre Motivation und ein hohes Selbstvertrauen können einen wichtigen Beitrag leisten.

In Ihrem Rehabilitationsprozess werden Sie von einer eigens auf Sie zugeschnittenen Prothese und Ihrem Rehabilitationsteam unterstützt. Zu diesem Team gehören üblicherweise Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten, ein Orthopädie-Techniker und das Pflegepersonal. Diese Fachleute stehen Ihnen mit Rat und Hilfestellungen zur Seite und sorgen dafür, dass Sie während der Rehabilitation optimal auf das Tragen einer Prothese vorbereitet werden. Tragen Sie dazu bei! Während der Rehabilitation lernen Sie, wie Sie Ihren Stumpf, die Narbe und Ihr erhaltenes Bein richtig pflegen und worauf Sie achten sollten.
Bevor Sie eine Prothese tragen können, muss Ihr Stumpf abgeheilt sein und die richtige Form erreicht haben. Das bedeutet, dass durch die Kompressionstherapie alle durch die Operation angestauten Flüssigkeiten abgeführt wurden und das Stumpfödem zurückgegangen ist.
Wenn Ihr Stumpf optimal geformt und belastbar geworden ist, werden Sie möglicherweise mit einer Früh- oder Interimsprothese versorgt. Anschließend üben Sie den Umgang mit Ihrer Beinprothese: zuerst das An- und Ablegen der Prothese, später folgen Gangübungen. Lassen Sie sich von Ihrem Orthopädie-Techniker auch zeigen, wie Sie Ihre Prothese richtig pflegen.






