11.08.2017

20 Jahre Erfolgsgeschichte der C-Leg Technologie

Ein Meilenstein in der Prothetik

Ein Geburtstag mit runden Zahlen: Seit 20 Jahren werden Menschen mit dem C-Leg versorgt. Weltweit sind es inzwischen 70.000! Diese erste elektronisch gesteuerte Knieprothese hat einen beispiellosen Siegeszug angetreten, seit sie von Ottobock 1997 bei der Weltleitmesse in Nürnberg vorgestellt wurde. Zur Feier dieser Erfolgsgeschichte steht eine carbonfarbene, limitierte Sonderedition des C-Leg 4 bis zum 31. Dezember 2017 zur Verfügung.

Viele Nutzer beschreiben den wichtigsten Effekt dieser buchstäblich wegweisenden Prothese damit, dass sie nicht über jeden Schritt nachdenken müssen. Sie können sich voll und ganz auf Ihre Umwelt und Ihre Mitmenschen konzentrieren. Der Sicherheitsaspekt ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien hervorgehoben worden. Die mit der technischen Funktionalität hinzugewonnene Bewegungsfreiheit bedeutet in diesem Sinne auch: Sie haben den Kopf frei. Zum Denken, zum Beobachten, zum Plaudern.

Hochwertige medizintechnische Lösungen zeichnen sich heute dadurch aus, dass sie den individuellen Bedürfnissen der Anwender immer genauer gerecht werden. Dementsprechend hat sich aufbauend auf der C-Leg Technologie mittlerweile von Genium, Genium X3 bis hin zum Kenevo eine Auswahl elektronisch gesteuerter Knieprothesen entwickelt, die die Bedürfnisse von Anwendern verschiedener Mobilitätsgrade abdeckt.

Angesichts dieser Erfolgsgeschichte sind die Anfänge der elektronisch gesteuerten Beinprothetik fast schon in Vergessenheit geraten. Der kanadische Ingenieur Kelly James präsentierte 1992 beim Weltkongress der International Society for Prosthetics & Orthotics (ISPO) in Chicago einen Prototypen, der bis dahin an vier Personen getestet worden war. Der Name lautete damals wie heute. Das „C“ steht für die Programmiersprache, in der die Software geschrieben ist.

Noch während der Kongress lief, schloss Ottobock Chef Professor Hans Georg Näder mit James eine Exklusiv-Vereinbarung. Der Erfinder ging von zwei weiteren Jahren Entwicklungszeit aus – es wurden fünf. Für marktreif hielten die Produktexperten von Ottobock das C-Leg erst, als keine Wartezeit mehr nötig war, bevor der Nutzer in wechselnden Schritten eine Treppe hinuntergehen konnte und der extern platzierte Akku vollständig in den Rohradapter integriert war.

Auch nach der ersten Präsentation des marktfertigen C-Leg ging die Entwicklung stetig weiter. Seit 2004 können die individuellen Feineinstellungen per Laptop und Bluetooth-Verbindung vorgenommen werden. Mit der neue Software C-Soft ist es für den Techniker leichter, die Einstellungen ganz nach den Bedürfnissen des Anwenders vorzunehmen. 2006 kam das C-Leg 2 mit neuen Funktionen auf den Markt. Eine kabellose Fernbedienung erhöhte den Komfort, weil nun zusätzlich zum Wippen auf dem Prothesenfuß einfach per Knopfdruck zwischen Basismodus und MyModes, etwa für Radfahren oder Inlineskaten gewählt werden kann. Auch an unterschiedliche Gehgeschwindigkeiten und die Anforderung, mit wechselnden Schritten eine Schräge herabzugehen, lässt sich die Prothese seither anpassen.

2011 folgte die dritte Generation des C-Leg mit einem noch einmal verbesserten Stolperschutz und einer optimierten Schwungphasensteuerung. Die Prothese kann einem Gewicht von bis zu 136 Kilogramm standhalten, was zum Beispiel auch beim Tragen von schweren Gegenständen zustande kommen kann. Mit dem C-Leg in der vierten Generation gelang im Jahr 2015 erneut ein Durchbruch in der Knieprothetik: Das Gangbild des jeweiligen Anwenders wurde deutlich natürlicher und die intuitive Stehfunktion erlaubt es zudem, das Körpergewicht beim Stehen auf beide Beine zu verteilen.

Im Zuge der Integration des Bluetooth-Funk-Moduls im Gelenk entwickelte Ottobock eine neue App. Mit ihr können Anwender die Funktionen ihrer Prothese bequem per Smartphone umschalten und Informationen über das Produkt erhalten. In der Folgezeit erweiterten Genium und Genium X3 das Spektrum der elektronisch-gesteuerten Prothesen im Highend-Bereich, wobei das X3 erstmals sogar erlaubte, sich im Wasser zu bewegen. 2015 kam ebenfalls das Kenevo auf den Markt, das in der Rehabilitation und für weniger mobile Menschen intuitive Unterstützung bietet. Damit ist jeder Entwicklungsschritt letztlich eine Antwort auf den Wunsch nach mehr Lebensqualität.

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